Wohin mit Düdingen. Es ist unsere bescheidene, melancholische, auch liebevolle, langweilig biedere und stille Welt. Auf dem nordwestlichen Teil der Gemeinde, auf der einen Seite der Bahngeleise, streckt sich in der Morgensonne vor den halbhohen Bergen über Fehler und Wiesen, Industrie und Wasser, Einfamilienhäuser und Strand, mit Pferden, Kühen und Sand der kleine Archipel wo die Geschichte Bad Bonn immer wieder neu erfand und eine Kilbi als Festival begann. Was für ein schöner Weg. Die immer enger werdende öffentliche Strasse. Am Ende eine hohle Gasse, die vom Bahnhof zum See hinunter begleitet. Kleine und grosse Vögel kreisen über unseren Köpfen, und erfüllen die Luft mit ihren Gesängen. Ganz viele. Die Fantasie blüht. Es entsteht ein empathisches Zuhören gegenüber allem, was uns umgibt. Die Lust einander zu grüssen und Zeichen zu geben, dass wir einander sehen, ist normal. Soeben ist Frühling. Dann ist es dann Herbst. Ich spaziere ihn jetzt. Von links ein Reh, im Sprint. Unglaublich. Für all das können wir nichts. Wir liefern bloss den Topscore. Wir hüten den Ort das ganze Jahr. Im Innern ist es eine Konzertbar. Ein idyllisches Mysterium hinter bürgerlicher Fassade. Es wäre schade die Faszination zu verklären. Ein Mikropopklima. Die Vollendung sind die Menschen. Eine wertvolle Sammlung. Das Miteinander feiern wir an der Herbstmesse im September. Wir sind überwältigt beim daran denken. Es lohnt sich einzutauchen. Zwischen die Inseln und in die Musik. Die vier Bühnen, den Strand, das Wasser, das Essen im Stand. Sitzplätze hat es auch. Das Rezept und der Zauber sind die Repetitionen. Die Rituale. Alle sind so anders. Wie möchtest du den Bändel, ein bisschen enger, soll ich das Ende abschneiden? Gute Kilbi. Das wünschen wir uns.